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RÜCKENSCHULE im Kindergarten -Bewegungserziehung im Elementarbereich- Kinder haben keine Lobby !
Zentrale Begriffe: Bewegung, Gesamtpersönlichkeit, Vielseitigkeit, Haltungserziehung
Oberstes Ziel ist das Kind selbst, d.h. Bewegungserziehung darf nicht dazu missbraucht werden, um eine optimale sportliche Grundausbildung zu erlangen, die nur als Voraussetzung für spätere sportliche Höchstleistungen dient, sondern Bewegungserziehung ist das Medium zur Harmonisierung der Gesamtpersönlichkeit.
Kleinkinder denken, erleben und fühlen anders als Erwachsene. Dieser Tatsache muss eine Bewegungserziehung im Kindergarten Rechnung tragen. Körperliche Betätigung, die Interaktion des Subjekts mit Objekten (Materialerfahrungen) dient der Exploration der Welt und der Formung der Gesamtpersönlichkeit. Bewegung ist das adäquate Mittel der Mitteilung nach außen, sowie Mittel für Wahrnehmungserfahrungen (Eigenwahrnehmung, Raumwahrnehmung, Wahrnehmung der sozialen Umwelt). Körper und Geist des Kindes sind als verbundene Einheit zu sehen und zu fördern, dominierende Funktion nimmt dabei das Spiel ein.
Dabei steht der Begriff der Vielseitigkeit im Vordergrund. Die Bewegungserziehung dient aus pädagogischer Sicht einer unspezifischen Lebensvorbereitung des Individuums. Entwicklungstheoretisch betrachtet fördert eine vielseitige Bewegungserziehung alle Entwicklungs- und Reifeprozesse des Kindes.
Primäre motorische Ziele sind die Fähigkeiten Bewegung steuern, im Raum orientieren und angepasst agieren und reagieren. Diese Fähigkeiten müssen gezielt und nicht nur funktional angesteuert werden.
Die Analyse der alterstypischen Entwicklung von zugrunde liegenden Steuer- und Regelungssystemen der Sensomotorik, deuten darauf hin, dass das Vorschul- und Grundschulalter der ideale Zeitpunkt zur Schulung koordinativer Fähigkeiten darstellt. Ein in dieser Phase erworbener Vorsprung an koordinativen Fähigkeiten ist ein Vorsprung in allen Entwicklungsfragen des späteren Lebens.
Die heutige technisierte Umwelt (weniger Natur, viele Autos, keine natürlichen Spielplätze) bietet nicht mehr die Vielfalt an Bewegungsanreizen wie die Umwelt vor 30 Jahren. Dies bedeutet, dass wichtige Fähigkeiten und Funktionen nicht mehr so gut ausgebildet werden können. Es kommt zu einer Unterentwicklung wesentlicher Fähigkeiten wie Wahrnehmungs- und Koordinationsleistungen. Zusätzlich führen veränderte Lebensgewohnheiten (Fernsehen, Computer, wenig Bewegung) zu Fehlhaltungen und Haltungsschwächen, sowie unter Umständen zu Kommunikationsschwierigkeiten im sozialen Bereich. Diesen Tatsachen muss eine gezielte Bewegungserziehung entgegenwirken.
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