|
Auf dem Weg zum Homo Sapiens Der aufrechte Gang des Menschen, der vermutlich eine Anpassung von an Bäumen hangelnden Vorfahren ist, stellte die Natur vor ein Problem: Wie sollen obere und untere Körperhälfte stabil und trotzdem beweglich verbunden werden? Dafür waren die entsprechenden Muskeln nicht vorbereitet. Die Evolution fand einen Kompromiß: Eine Kette von raffiniert kombinierten Einzelknochen stützt und balanciert in einer eleganten S-förmigen Krümmung den Kopf (mit dem immer wichtiger werdenden Gehirn), trägt den Oberkörper und stellt die Verbindung über das Becken zu den Beinen her. Mittelpunkt ist das Kreuzbein.Stabilisiert wird dieser bewegliche Stab durch eine bis ins kleinste durchdachte Anordnung von Bändern, Muskeln und nicht zuletzt den Bandscheiben. Es entwickelten sich kräftige Rumpf, Bein und Gesäßmuskeln. Wenn dieses sensible Gefüge aktiver und passiver Elemente an einer Stelle aus dem Gleichgewicht gerät, kann es schnell zu Problemen kommen. Zu wenig bedacht hat die Evolution die Bedingungen der Schwerkraft nach der Aufrichtung, die uns tagtäglich nach unten zieht. Balance und aufrechte Haltung wurden sehr wichtig.
|